Politische Veränderungen brauchen Zeit. Die haben wir aber nicht. Deshalb müssen wir den Schutz unserer Kinder selbst in die Hand nehmen.

Tausende Eltern vernetzen sich bundesweit über unsere Smarter Start Communities miteinander.

Kommen Sie dazu, lernen Sie gleichgesinnte Eltern in Ihrer Nähe kennen und lassen Sie uns gemeinsam eine Kindheit ermöglichen, in der unsere Kinder wieder unbeschwert, frei und selbstbestimmt aufwachsen. Ohne Smartphone.

#socialmediaab16

Unterzeichnen und teilen Sie diesen Brief. Jede Stimme zählt. Danke!

Kinder wachsen jetzt auf. Wir können nicht darauf warten, bis digitale Dienste eines Tages vielleicht sicherer gestaltet sind. Wenn Sie wie wir der Überzeugung sind, dass der Schutz der Gesundheit und Entwicklung von Kindern und Jugendlichen bei allen Entscheidungen zur digitalen Teilhabe Vorrang haben sollte, laden wir Sie herzlich ein, diesen Offenen Brief mitzuzeichnen.

Bereits aktive Unterzeichner:innen

Offener Brief an die Bundesregierung

Wir wenden uns als Eltern, Großeltern, Erziehungsberechtigte und Erziehende sowie als Fachleute aus Medizin, Psychologie, Psychotherapie, Neurobiologie, Pädagogik und Kinder- und Jugendhilfe an Sie – als Menschen, die Kinder und Jugendliche begleiten und als Expertinnen und Experten für ihre Gesundheit und Entwicklung.

Unser dringender Appell lautet:

Stellen Sie bei allen Entscheidungen zu Teilhabe und Befähigung von Kindern und Jugendlichen den Schutz ihrer Gesundheit und Entwicklung in den Mittelpunkt.

Die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen steckt in einer Krise. Digitale Medien - allen voran Social Media -  sind ein bedeutsamer Treiber dieser Entwicklung. Kinder und Jugendliche sind aufgrund ihrer psychologischen und neurobiologischen Reifung besonders anfällig für die negativen Folgen kommerziell geprägter digitaler Angebote.

Die aktuelle Stellungnahme der kinder- und jugendpsychiatrischen Fachgesellschaften beschreibt ein strukturelles Ungleichgewicht zwischen der besonderen Vulnerabilität von Kindern und Jugendlichen und der ökonomisch motivierten Gestaltung digitaler Angebote. Sie betont, dass Kinderschutz im digitalen Raum nicht allein durch Aufklärung und individuelle Verantwortung gewährleistet werden kann und verweist ausdrücklich auf das Vorsorgeprinzip.

Wir unterstützen die von den Fachgesellschaften empfohlenen Maßnahmen wie Medienkompetenzförderung, die Stärkung von Eltern, Altersverifikationen, Safety by Design und die Begrenzung manipulativer Designmechanismen ausdrücklich. Ihre Umsetzung und Einführung werden jedoch Zeit benötigen.

Kinder wachsen jetzt auf.

Deshalb halten wir ein gesetzliches Mindestalter von 16 Jahren für Social Media ohne Ausnahmemöglichkeit durch elterliche Zustimmung für einen notwendigen und verhältnismäßigen ersten Schritt, um Kinder und Jugendliche kurzfristig wirksam zu schützen.

Ein Mindestalter wird nicht jedes Risiko beseitigen. Es kann Risiken jedoch wirksam reduzieren, Familien stärken, den sozialen Druck zu frühem Einstieg verringern und Kindern mehr Zeit für all das geben, was ihre psychische Gesundheit fördert: direkte zwischenmenschliche Kontakte, Bewegung, Schlaf, Spiel, soziale Erfahrungen und schrittweise wachsende Selbstständigkeit.

Digitale Teilhabe ist wichtig. Sie ist jedoch kein Selbstzweck. Sie muss so gestaltet sein, dass sie mit der Gesundheit, Entwicklung und Würde von Kindern vereinbar ist.

Wir bitten Sie daher, bei den anstehenden Entscheidungen den gesundheitlichen Schutz von Kindern und Jugendlichen konsequent in den Mittelpunkt zu stellen und die Weichen so zu stellen, dass Kinder auch in einer von Digitalität geprägten Welt gesund aufwachsen können.

Die vollständige Begründung und die zugrundeliegende wissenschaftliche Evidenz sind in der Langfassung des Offenen Briefes dargestellt.

Unterzeichner:innen (Auszug)

Priv.-Doz. Dr. med. Dipl.-Psych. Kerstin Paschke

Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, Ärztliche Leiterin des Zentrums für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters (DZSKJ) am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)

Prof. Dr. med. Rainer Thomasius

Ehem. Ärztlicher Leiter des Deutschen Zentrums für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters (DZSKJ) am UKE

Dr. med. Claudia Haupt

Fachärztin für Kinderheilkunde und Jugendmedizin, Landesverbandsvorsitzende des Bundesverbands der Kinder-und Jugendärzt*innen e.V. ,Vorstandssprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft für Prävention e.V.

Dr. Isabel Brandhorst

Psychologin, Psychotherapeutin und Leiterin der Forschungsgruppe Internetnutzungsstörungen am Universitätsklinikum Tübingen

Julia von Weiler

Psychologin, Mediatorin und Expertin für digitale Kindheit

Prof. Dr. med. Kai Hensel

Direktor des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin am Helios Universitätsklinikum Wuppertal

Prof. Dr. med. Falk Kiefer

Ärztlicher Direktor der Klinik für Abhängiges Verhalten und Suchtmedizin am Zentralinistitut für Seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim

Prof. Dr. med. Eva Möhler

Direktorin der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie am Universitätsklinikum des Saarlandes

Prof. Dr. med. Jochen Seitz

Ärztlicher Leiter der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters an der LVR-Universitätsklinik Essen

Prof. Dr. rer. nat. Oliver Bodensiek

Professor für Informationstechnologie im berufsbildenden Kontext an der Universität Potsdam

Dr. med. Jakob Florack

Chefarzt der Klinik für seelische Gesundheit im Kindes- und Jugendalter des St. Joseph Krankenhaus Berlin

Priv.-doz. Dr. med. Brigitte Dahmen

Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, Privatdozentin an der Uniklinik RWTH Aachen, Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie

Prof. Dr. med. Matthias Wildermuth

Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychosomatik und -psychotherapie. Ehemaliger Ärztlicher Direktor der Vitos Kinder- und Jugendklinik für psychische Gesundheit in Herborn

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